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Deutsche
Bank AG
Die Deutsche Bank AG ist das größte deutsche Kreditinstitut. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main
und ist als Universalbank
tätig. Wichtige Niederlassungen sind in London und New York City.
Zur Großbank entwickelte sie sich unter anderem durch Übernahmen und Fusionen
(1914-1929, 1957) in Deutschland und ab 1989 durch die Übernahme
anglo-amerikanischer Banken.
- Vorstandssprecher ist derzeit Josef Ackermann.
- Vorsitzender des Aufsichtsrats ist der frühere Vorstandssprecher Rolf-E. Breuer.
Geschichte
Von 1870 bis zu Industrieprojekten 1880-1890
Die Gründungsversammlung der Deutschen Bank als Aktiengesellschaft fand am 22. Januar 1870 in Berlin
statt. Das Aktienkapital betrug 5 Millionen Taler (15 Millionen Mark, heutiger
Gegenwert ca. 10
Milliarden €). Gründer waren u. a. der Privatbankier Adelbert
Delbrück und der Politiker und Bankier Ludwig Bamberger, die eine große Bank –
hauptsächlich für den überseeischen Handel – schaffen wollten. Nach Genehmigung
des Gründungsstatuts und Erteilung der Konzession durch die Preußische Staatsregierung am 10. März (was als offizielles Gründungsdatum
gilt) nahm die Deutsche Bank am 9.
April 1870 ihren Geschäftsbetrieb in der Französischen Straße 21 in Berlin
auf. Die ersten Direktoren waren Wilhelm Platenius, Georg Siemens und Hermann Wallich. Für das
Auslandsgeschäft wurden die ersten Filialen in London (1873), Shanghai (1872) und Yokohama (1872) gegründet. Die Deutsche Bank übernahm
1876 den Berliner
Bank-Verein und die Deutsche
Union-Bank und überflügelte damit die bis dahin führende Disconto-Gesellschaft als größte Bank im
Deutschen Reich.
Zu den größten Industrie-Projekten der ersten Jahrzehnte zählten die
Finanzierung der Northern
Pacific Railroad (USA 1883) und die Anatolische Eisenbahn
("Bagdadbahn", 1888). Es wurden aber auch
schon Anleihen des Stahlkonzerns Krupp 1879 finanziert, die Chemiefirma Bayer 1885 an der
Berliner Börse eingeführt und
Aktienpakete der BASF 1886 übernommen . Außerdem finanzierte das Institut 1887 die Gründung der Allgemeinen
Elektrizitäts-Gesellschaft (AEG), der Mannesmann-Röhrenwerke (1890) sowie die Umwandlung der Siemens-Schuckert-Werke in eine
Aktiengesellschaft.
Filialnetz und Fusionen bis 1929
Zunächst wuchs das innerdeutsche Filialnetz nur langsam. Die ersten Filialen wurden in den Hafenstädten Bremen 1871 und Hamburg
1872 gegründet. 1886 wurde der Frankfurter Bank-Verein übernommen, 1892 eine
Filiale in München errichtet. 1901 übernahm die Deutsche Bank das im Bau
befindliche Gebäude der insolvent gewordenen Leipziger Bank, im gleichen Jahr wurden in Dresden, 1905 in Nürnberg und 1906 in Augsburg Filialen gegründet. Die regionale Präsenz
wurde zu Beginn "befreundeten" Banken überlassen, an denen die Deutsche Bank
beteiligt war. Ab 1914 fusionierte die
Deutsche Bank mit einigen dieser Regionalbanken, so 1914 mit der Bergisch-Märkischen Bank in
(Wuppertal-)Elberfeld und 1917 mit der Norddeutschen Creditanstalt in Königsberg und dem Schlesischen Bankverein in Breslau. Dadurch entstand mit 38 neuen
Niederlassungen eine Filialbank und gleichzeitig die größte Universalbank der Welt.
Während des Ersten
Weltkrieges konnte die Deutsche Bank 6,5 Mrd. Mark Reichsanleihen
unterbringen und zählte 1917 zu den
Mitbegründern der Universum-Film-Aktiengesellschaft UFA . Diese sollte im Auftrag der Militärverwaltung das
neue Medium Film zu einer effektiveren Propaganda nutzen.
In der Weimarer
Republik expandierte die Deutsche Bank weiter durch Fusionen, Übernahmen
oder Aktientausch mit vielen Regionalbanken, so
1923 betrug die Anzahl der
Niederlassungen 146. Es folgten noch
1929 erfolgte schließlich die Megafusion
mit dem großen Rivalen, der Disconto-Gesellschaft, zur "Deutsche Bank
und Disconto-Gesellschaft", mit 289 Niederlassungen. In der neuen Bank gingen
außerdem die Norddeutsche
Bank aus Hamburg, der A. Schaaffhausen'sche
Bankverein aus Köln, die Rheinische
Creditbank aus Mannheim sowie
die Süddeutsche
Disconto-Gesellschaft aus Mannheim auf Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Deutsche
Bank AG aus der
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